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Wörterbuch-Archiv

abergläubisch [ˈaːbɐˌɡlɔɪ̯bɪʃ]

Adjektiv
  1. [1] voller Aberglauben, vom Aberglauben voll oder teilweise überzeugt

Bedeutungen und Lautschrift: Wiktionary, gekürzt · CC BY-SA 4.0

Im Signifikation-Archiv am 27. Juni 2026.

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Thema des Tages · 27. Juni 2026

Siebenschläfertag

Kollokationen

Im Korpus begleitet das Adjektiv „abergläubisch“ bevorzugt bestimmte Substantive und tritt mit charakteristischen Verben und Gradangaben auf – die folgende Übersicht zeigt die auffälligsten dieser Verbindungen. Wie stark eine Verbindung gebunden ist, misst der logDice-Wert (theoretisches Maximum: 14). Mehr über Kollokationen und die Methodik →

Die typischsten Verbindungen von „abergläubisch“ im Korpus (syntagmatische Muster):

Kollokator Beziehung Stellung Anteil Frequenz logDice
unwissend Koordination ↔ frei 3.4 % 104 9.12
abgöttisch Koordination ↔ frei 0.9 % 27 8.72
Furcht ist Adjektivattribut von danach › 7.4 % 224 7.52
kriechen Koordination ↔ frei 0.2 % 6 7.11
unreinlich Koordination ↔ frei 0.2 % 7 7.08
leichtgläubig Koordination ↔ frei 0.3 % 9 7.08
ungebildet Koordination ↔ frei 0.5 % 15 6.76
Devotion ist Adjektivattribut von danach › 0.5 % 15 6.54
Zeremonie ist Adjektivattribut von danach › 1 % 29 6.42
rachsüchtig Koordination ↔ frei 0.2 % 6 6.18

Kollokator ist das Partnerwort, das sich mit der Basis verbindet. logDice misst die Stärke der Verbindung (höher = typischer, theoret. Maximum 14). Frequenz ist die absolute Häufigkeit der Verbindung im Korpus. Anteil ist der Anteil dieser Verbindung an allen erfassten Verbindungen der Basis. Stellung ist die typische Position des Kollokators relativ zur Basis.

Anm. Was bedeuten die Beziehungen?
Koordination
Der Kollokator ist mit „abergläubisch“ gleichrangig verbunden, meist durch „und“ oder „oder“ (Koordination).
ist Adjektivattribut von
Umgekehrte Beziehung: „abergläubisch“ steht selbst als Attribut bei diesem Wort.

Musternetz

Musternetz für abergläubisch AttributKoordinationFurchtunwissendabergläubig (Wortnetz von unwissend)ungebildet (Wortnetz von unwissend)roh (Wortnetz von unwissend)abgöttischaberglaubisch (Wortnetz von abgöttisch)Heidentum (Wortnetz von abgöttisch)Verehrung (Wortnetz von abgöttisch)kriechenunreinlichleichtgläubig abergläubisch

Kollokatoren gruppiert nach grammatischer Beziehung. Größe = Stärke (logDice), graue Punkte = Wortnetz.

Typisch für

Anm. Wie ist „so oft wie üblich“ gemeint?

Verglichen wird, wie dicht ein Wort in einer Textsorte vorkommt — gemessen am Durchschnitt über alle Texte. „9-mal so oft wie üblich“ heißt also: In dieser Textsorte steht das Wort auf gleich viel Text neunmal so häufig wie sonst. Grundlage sind 34 Korpora mit rund 2,2 Milliarden Wortvorkommen, von Gerichtsentscheidungen über Zeitungstexte bis zu historischen Briefen. Aufgeführt sind nur Textsorten, in denen das Wort mindestens doppelt so dicht vorkommt wie im Schnitt — bei vielen Wörtern trifft das auf keine zu.

Aus dem Korpus

Die von Isidor abgelehnte abergläubische Astrologie betraf also weitgehend nur die Geburtshoroskop-Prognosen.
Geschichte der westlichen Astrologie. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_westlichen_Astrologie · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Aber das wäre Aberglaube, und abergläubisch ist Sandra Mihajlovic nicht.
Leipzig (deu_news) 1995 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
… 5099 Anette Kramme (A) (C) (D) (B) nicht abergläubischen Menschen ist das natürlich keine schöne Zahl.
BT-PlPr. 17/49, 17.06.2010 · Deutscher Bundestag – Dokumentations- und Informationssystem (DIP), dip.bundestag.de · Datenlizenz Deutschland BY 2.0
… zerbricht vor Wut eine Vase, die für den abergläubischen Vittorio wichtig war.
Geständnisse einer Frau. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Gest%C3%A4ndnisse_einer_Frau · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Abergläubisch sei sie nicht, versichert die Oberstenfeldnerin.
Leipzig (deu_news) 1995 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY