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Wörterbuch-Archiv

überfallen [ˌyːbɐˈfalən]

Verb
  1. [1] überraschend angreifen
  2. [2] einen Raub durchführen
  3. [3] unvorbereitet mit etwas konfrontieren
  4. [4] von Gefühlen ergriffen werden

Bedeutungen und Lautschrift: Wiktionary, gekürzt · CC BY-SA 4.0

Im Signifikation-Archiv am 22. Juni 2026.

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Thema des Tages · 22. Juni 2026

Deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941

Quelle: www.mdr.de/geschichte/ns-zeit/barbarossa-hitler-ueberfall-wehrmacht-sowjetunion-100.html

Kollokationen

„überfallen“ verbindet sich als Verb im Korpus bevorzugt mit bestimmten Subjekten und Objekten sowie mit typischen Adverbien. Wie stark eine Verbindung gebunden ist, misst der logDice-Wert (theoretisches Maximum: 14). Mehr über Kollokationen und die Methodik →

Die typischsten Verbindungen von „überfallen“ im Korpus (syntagmatische Muster):

Kollokator Beziehung Stellung Anteil Frequenz logDice
töten Koordination ↔ frei 0.9 % 854 7.11
ermorden Koordination ↔ frei 0.6 % 506 6.75
ausrauben Koordination ↔ frei 0.4 % 403 6.68
berauben Koordination ↔ frei 0.5 % 432 6.65
plündern Koordination ↔ frei 0.4 % 405 6.51
vernichten Koordination ↔ frei 0.5 % 459 6.51
erschlagen Koordination ↔ frei 0.4 % 339 6.25
Unbekannte Subjekt (aktiv) ↔ frei 0.4 % 348 6.24
Tankstelle Akkusativobjekt ↔ frei 0.3 % 318 6.21
rauben Koordination ↔ frei 0.3 % 292 6.05

Kollokator ist das Partnerwort, das sich mit der Basis verbindet. logDice misst die Stärke der Verbindung (höher = typischer, theoret. Maximum 14). Frequenz ist die absolute Häufigkeit der Verbindung im Korpus. Anteil ist der Anteil dieser Verbindung an allen erfassten Verbindungen der Basis. Stellung ist die typische Position des Kollokators relativ zur Basis.

Anm. Was bedeuten die Beziehungen?
Koordination
Der Kollokator ist mit „überfallen“ gleichrangig verbunden, meist durch „und“ oder „oder“ (Koordination).
Subjekt (aktiv)
Der Kollokator ist das Subjekt im Aktivsatz – die handelnde Größe (z. B. „Der Ausschuss beschließt …“).
Akkusativobjekt
Der Kollokator ist das Akkusativobjekt zu „überfallen“: die Ergänzung im 4. Fall (wen oder was?).

Musternetz

Musternetz für überfallen Koordinationtötenverletzen (Wortnetz von töten)Mensch (Wortnetz von töten)verwunden (Wortnetz von töten)ermordendeportieren (Wortnetz von ermorden)Kz (Wortnetz von ermorden)Nationalsozialist (Wortnetz von ermorden)ausraubenberaubenplündernvernichten überfallen

Kollokatoren gruppiert nach grammatischer Beziehung. Größe = Stärke (logDice), graue Punkte = Wortnetz.

Typisch für

Anm. Wie ist „so oft wie üblich“ gemeint?

Verglichen wird, wie dicht ein Wort in einer Textsorte vorkommt — gemessen am Durchschnitt über alle Texte. „9-mal so oft wie üblich“ heißt also: In dieser Textsorte steht das Wort auf gleich viel Text neunmal so häufig wie sonst. Grundlage sind 34 Korpora mit rund 2,2 Milliarden Wortvorkommen, von Gerichtsentscheidungen über Zeitungstexte bis zu historischen Briefen. Aufgeführt sind nur Textsorten, in denen das Wort mindestens doppelt so dicht vorkommt wie im Schnitt — bei vielen Wörtern trifft das auf keine zu.

Aus dem Korpus

… hat am Sonntag die Shell-Tankstelle im Sandweg 82-84 überfallen.
Leipzig (deu_news) 2002 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
… Bond, wird aber wiederum von den anderen Wachen überfallen.
Das Spiel ist aus (Roman). Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Spiel_ist_aus_%28Roman%29 · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
… war mit seinen vier Kameraden im Osten Afghanistans überfallen worden.
Leipzig (deu_news) 2002 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
… nach der Abfahrt wird der Treck von Apachen überfallen.
Blutiger Staub (1950). Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Blutiger_Staub_%281950%29 · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
… Samstag war eine Patrouille von afghanischen und US-Soldaten überfallen worden.
Leipzig (deu_news) 2002 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY