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Wörterbuch-Archiv

schießen [ˈʃiːsn̩]

Verb
  1. [1] einen Schuss abgeben
  2. [2] mit einem Schuss treffen
  3. [3] einen Ball (mit dem Fuß) fortbewegen
  4. [4] erlegen
  5. [5] mit hoher Geschwindigkeit bewegen
  6. [6] ein Foto machen
  7. [7] (schnell) wachsen
  8. [8] (günstig) erwerben
  9. [9] lösen eines Randwertproblems durch Integration vom einen Rand zum anderen mit angenommenem Integrationsparameter und zielgerichtetes Variieren desselben, bis der vorgegebene Wert am anderen Rand „getroffen“ wird (bildhaft nach der Ballistik, wo man nach solchem Verfahren durch Variation etwa des Anstellwinkels sich an das Ziel herantastet)
  10. [10] den Bug eines Schiffes in den Wind drehen

Bedeutungen und Lautschrift: Wiktionary, gekürzt · CC BY-SA 4.0

Im Signifikation-Archiv am 7. September 2026.

Heutiges Wort spielen →

Thema des Tages · 7. September 2026

Tupac Shakur

Kollokationen

Als Verb verbindet sich „schießen“ im Korpus typischerweise mit bestimmten Subjekten und Objekten sowie mit charakteristischen Adverbien. Wie stark eine Verbindung gebunden ist, misst der logDice-Wert (theoretisches Maximum: 14). Mehr über Kollokationen und die Methodik →

Die typischsten Verbindungen von „schießen“ im Korpus (syntagmatische Muster):

Kollokator Beziehung Stellung Anteil Frequenz logDice
Tor Akkusativobjekt ↔ frei 7.1 % 16.712 9.84
Pfeil Akkusativobjekt ↔ frei 0.5 % 1.231 6.80
absolvieren Koordination ↔ frei 0.4 % 1.061 6.46
Höhe Präpositionalphrase (in) (in) danach › 0.8 % 1.975 6.33
bestreiten Koordination ↔ frei 0.4 % 921 6.30
treffen Koordination ↔ frei 0.5 % 1.158 6.19
Brand Präpositionalphrase (in) (in) danach › 0.4 % 849 6.03
Foto Akkusativobjekt ↔ frei 0.3 % 735 5.89
Ball Akkusativobjekt ↔ frei 0.3 % 700 5.84
oben Adverbialbestimmung ↔ frei 0.4 % 953 5.75

Kollokator ist das Partnerwort, das sich mit der Basis verbindet. logDice misst die Stärke der Verbindung (höher = typischer, theoret. Maximum 14). Frequenz ist die absolute Häufigkeit der Verbindung im Korpus. Anteil ist der Anteil dieser Verbindung an allen erfassten Verbindungen der Basis. Stellung ist die typische Position des Kollokators relativ zur Basis.

Anm. Was bedeuten die Beziehungen?
Akkusativobjekt
Der Kollokator ist das Akkusativobjekt zu „schießen“: die Ergänzung im 4. Fall (wen oder was?).
Koordination
Der Kollokator ist mit „schießen“ gleichrangig verbunden, meist durch „und“ oder „oder“ (Koordination).
Präpositionalphrase (in)
Der Kollokator steht mit „schießen“ in einer Präpositionalgruppe (z. B. „mit …“, „für …“).
Adverbialbestimmung
Der Kollokator ist eine adverbiale Bestimmung zu „schießen“: Er sagt, wie, wann oder wo (z. B. „scharf kritisieren“).

Musternetz

Musternetz für schießen Objekt/SubjektKoordinationGenitivTorbrandenburger (Wortnetz von Tor)erzielen (Wortnetz von Tor)Assist (Wortnetz von Tor)PfeilBogen (Wortnetz von Pfeil)vergiftet (Wortnetz von Pfeil)Speer (Wortnetz von Pfeil)absolvierenbestreitentreffenHöhe schießen

Kollokatoren gruppiert nach grammatischer Beziehung. Größe = Stärke (logDice), graue Punkte = Wortnetz.

Aus dem Korpus

Philipp Lahm täuscht Torwart Rüstü und schießt Fußball-Deutschland in sein sechstes EM-Finale.
Leipzig (deu_news) 2008 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
Die Vögel wurden zum Vergnügen geschossen, die Eier und die Jungvögel wurden gegessen.
Dreizehenmöwe. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Dreizehenm%C3%B6we · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Das 14-jährige Nachwuchstalent Hannah Kurz schoss in vier der sechs Durchgänge Tagesbestleistung.
Leipzig (deu_news) 2008 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
Ein Zuschauer des Duells schoss daraufhin und traf einen anderen Zuschauer.
James Bowie. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/James_Bowie · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Aber Vorsicht: Direkt vor dem Tor Stehende schießen nicht selten vorbei.
Leipzig (deu_news) 2009 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY