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Wörterbuch-Archiv

prägen [ˈpʁɛːɡn̩]

Verb
  1. [1] mit einer bildlichen Darstellung, einem oder mehreren Schriftzeichen, Symbolen oder einem Muster jedweder Art versehen, wobei durch Druck mit dazu angemessenen Werkzeugen oder Maschinen der Oberfläche von tauglichem Material – wie beispielsweise Metall, Papier, Leder – reliefartig eine bestimmte Form gegeben wird
  2. [2] etwas in der Art des unter [1] Beschriebenen herstellen
  3. [3] eine bildliche Darstellung, ein Schriftzeichen, Symbol oder ein Muster jedweder Art in die Oberfläche von tauglichem Material – wie etwa Metall, Papier, Leder – einpressen
  4. [4] übertragen, bildlich: einen Abdruck hinterlassen
  5. [5] eine Einwirkung ausüben und dabei etwas oder jemandem ein kennzeichnendes Aussehen beziehungsweise eine charakteristische Eigenart verleihen
  6. [6] Verhaltensforschung (von Tieren): ein Tier während einer bestimmten Phase seiner Entwicklung bezüglich eines bestimmten Verhaltens auf ein Objekt oder ein anderes Lebewesen fixieren
  7. [7] als Eigenes hervorbringen und erstmals anwenden
  8. [8] sich in solch eindringlicher Weise über etwas bewusst werden beziehungsweise sich in solch eindringlichem Maße etwas bewusst machen, dass es im Gedächtnis haften bleibt
  9. [9] eine bestimmte Gestalt annehmen

Bedeutungen und Lautschrift: Wiktionary, gekürzt · CC BY-SA 4.0

Im Signifikation-Archiv am 16. September 2026.

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Thema des Tages · 16. September 2026

Miami Vice läuft zum ersten Mal (16. September 1984)

Quelle: www.rollingstone.de/miami-vice-die-erfindung-der-80er-jahre-371244

Kollokationen

Als Verb verbindet sich „prägen“ im Korpus typischerweise mit bestimmten Subjekten und Objekten sowie mit charakteristischen Adverbien. Wie stark eine Verbindung gebunden ist, misst der logDice-Wert (theoretisches Maximum: 14). Mehr über Kollokationen und die Methodik →

Die typischsten Verbindungen von „prägen“ im Korpus (syntagmatische Muster):

Kollokator Beziehung Stellung Anteil Frequenz logDice
pfarren Koordination ↔ frei 0.8 % 1.911 7.33
Begriff Akkusativobjekt ↔ frei 1.4 % 3.397 7.28
Münze Akkusativobjekt ↔ frei 0.7 % 1.702 6.99
Reformation Präpositionalphrase (seit) (seit) danach › 0.6 % 1.532 6.82
Begriff Subjekt (aktiv) ↔ frei 0.9 % 2.283 6.71
Gesamteindruck Akkusativobjekt ↔ frei 0.5 % 1.275 6.70
Bild Akkusativobjekt ↔ frei 1 % 2.604 6.61
Stadtbild Akkusativobjekt ↔ frei 0.4 % 1.114 6.53
Gesamteindruck Subjekt (aktiv) ↔ frei 0.4 % 967 6.30
Münze Subjekt (aktiv) ↔ frei 0.4 % 963 6.16

Kollokator ist das Partnerwort, das sich mit der Basis verbindet. logDice misst die Stärke der Verbindung (höher = typischer, theoret. Maximum 14). Frequenz ist die absolute Häufigkeit der Verbindung im Korpus. Anteil ist der Anteil dieser Verbindung an allen erfassten Verbindungen der Basis. Stellung ist die typische Position des Kollokators relativ zur Basis.

Anm. Was bedeuten die Beziehungen?
Koordination
Der Kollokator ist mit „prägen“ gleichrangig verbunden, meist durch „und“ oder „oder“ (Koordination).
Akkusativobjekt
Der Kollokator ist das Akkusativobjekt zu „prägen“: die Ergänzung im 4. Fall (wen oder was?).
Präpositionalphrase (seit)
Der Kollokator steht mit „prägen“ in einer Präpositionalgruppe (z. B. „mit …“, „für …“).
Subjekt (aktiv)
Der Kollokator ist das Subjekt im Aktivsatz – die handelnde Größe (z. B. „Der Ausschuss beschließt …“).

Musternetz

Musternetz für prägen Objekt/SubjektKoordinationGenitivBegriffverwendet (Wortnetz von Begriff)Verwendung (Wortnetz von Begriff)verwenden (Wortnetz von Begriff)MünzeBegriffverwendet (Wortnetz von Begriff)Verwendung (Wortnetz von Begriff)verwenden (Wortnetz von Begriff)GesamteindruckpfarrenKreuzerhöhung (Wortnetz von pfarren)Katholik (Wortnetz von pfarren)Mariä (Wortnetz von pfarren)Reformation prägen

Kollokatoren gruppiert nach grammatischer Beziehung. Größe = Stärke (logDice), graue Punkte = Wortnetz.

Typisch für

Anm. Wie ist „so oft wie üblich“ gemeint?

Verglichen wird, wie dicht ein Wort in einer Textsorte vorkommt — gemessen am Durchschnitt über alle Texte. „9-mal so oft wie üblich“ heißt also: In dieser Textsorte steht das Wort auf gleich viel Text neunmal so häufig wie sonst. Grundlage sind 34 Korpora mit rund 2,2 Milliarden Wortvorkommen, von Gerichtsentscheidungen über Zeitungstexte bis zu historischen Briefen. Aufgeführt sind nur Textsorten, in denen das Wort mindestens doppelt so dicht vorkommt wie im Schnitt — bei vielen Wörtern trifft das auf keine zu.

Aus dem Korpus

Mit einem lauten Knall prägt er einen Frankfurter Adler in das Metall.
Leipzig (deu_news) 2005 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
Besonders die Orte "Ilwaco", Long Beach und "Seaview" sind stark touristisch geprägt.
Long Beach Peninsula. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Long_Beach_Peninsula · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Er verallgemeinerte 1964 den Satz von Lax-Milgram und prägte den Begriff Variationsungleichung.
Guido Stampacchia. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Stampacchia · Wikimedia Foundation. Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (de.wikipedia.org) · CC BY-SA 4.0
Wie wohl keine andere Region Indiens wurde Goa schon früh europäisch geprägt.
Leipzig (deu_news) 2005 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY
Der geistige Liberalismus im Königsberg des 18. Jahrhunderts hat viele Literaten geprägt.
Leipzig (deu_news) 2005 · Wortschatz-Korpus, Universität Leipzig, wortschatz.uni-leipzig.de · CC BY